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punktuelle Erleuchtung



Ein Tag voller spinniger Umgewöhnungen am Nachmittag,
die Selbstlöschung meiner Texte auf autorenweb.de,
da sich kein Einziger zu einem konstruktiven Kommentar
verpflichtet fühlte, das Forum plötzlich unauffindbar war,
in dem persönlichkeitsgespaltene interessante Personen
ihr Unwesen trieben und ich mich unsichtbar fühlte dort
als unwissender Anfängerschreiblingsnovize.

Dem Schnurlostelefon hab ich den Saft abgedreht,
auf Klingeln an Wohnungseingangstür und Haustür
reagier ich seit einer guten Woche nicht mehr
und bin mir treu geblieben in meinen Antworten.
Und das Dumme ist, sie haben mich seit meinem Einzug
im Mai vorigen Jahres genauso kennengelernt
und anstatt mir meinen Seelenfrieden zu lassen, schein ich immer interessanter zu werden dadurch. Grausam.

Morgen muss ich ernsthaft abklären, ob es Sinn macht,
sich sechs Monate Gehalt-und Lohn anzutun und im Bereich
Bau sich damit selbstständig zu machen.
Ich könnt von zuhaus aus arbeiten, ein Vorteil.
Und ein Nachteil.

Schaun mer mal, wie´s weiter geht.
Jedenfalls kein Elektroplanungs- oder Architekturbüro
in nächster Zeit, ich mag nicht mehr.

Und wenn alles klappt, hab ich das Wochenende..ach, schaun mer mal einfach.





20.3.07 21:40, kommentieren

Wankelfromm

Ein Date geplant als Träumerline,
der Bauch schrie "Ja!", das Sprachorgan.
Ach liebes Leben, jetzt bin ich dran,
Neidern sei´s spöttisch kundgetan.

Anstand, meine erste Regel,
schon vergessen nach der Flut
jedes einzelnen Gedanken,
das mein Hirn jetzt in sich trug.

Gier, diese alte Seuche,
übertrug sich flugs auf ihn,
feigt das Ohr, die Wange glüht,
halt ich schnell den Popo hin.

Lüstern, ohne Scham zu zeigen,
saug ich alles in mich ein.
Jeder einzeln Tropfen Unzucht
soll verlängern mir mein Pein.

Sünde ist, zu widerstehen,
bietet sich ein Sumpf aus Qual.
Redlich, sittlich, unantastbar
bin ich dann beim nächsten Mal.

© harmonies

24.3.07 19:06, kommentieren